Sonntag, 30. Juni 2013

Kleinigkeiten aus dem Alltag...

Der Alltag ist hier eingekehrt und nicht mehr alles ist neu. Und? Worüber soll man dann im Blog berichten?
Naja, natürlich stolpern wir immer wieder mal über Dinge, die wir gerne im Blog veröffentlichen würden... Zum Beispiel die Fensterputzanlage auf der Baustelle im Nachbar-Compound. Aber dann ist auf den Fotos nix zu sehen. grrr....

Aber letzte Woche sind mir doch ein "paar" Kleinigkeiten "über den Weg gelaufen": Absolut trendige Sommer-Strickschuhe in ansprechenden Neonfarben, ein phantasievoll aussehender Käfer (oder ist das so ein Zikkaden-Tier?), das chinesische Grillset mit den Essstäbchen und ein interessantes Sonderangebot im Auchan. Die Einkaufswägen der beiden Kunden geben einen kleinen Hinweis darauf, wie man manchmal in China einkaufen muss: Wenn´s ein Produkt gibt, dann schlag zu. Mit der Einstellung "Na, wir nehmen davon jetzt mal was mit und wenn wir mehr brauchen, dann kaufen wir noch was." kommt man nicht immer zum Erfolg. Da kann´s schon mal Wochen dauern bis die gewünschten Klebehaken wieder zu haben sind oder bis die Kaffeefilter in der richtigen Größe wieder im Regal stehen. Also: Zuschlagen solange noch was da ist!

Damit gibt´s im Sommer garantiert kein Eisbein!

Was bist Du? ... Und: Wie schmeckst Du? ;)

Chinesisches Grillbesteck ... natürlich mit Stäbchen!

Klopapier oder Servietten im Angebot... abzugeben in handelsüblichen Mengen...

... da nimmt man auch gerne mal zwei Wägen voll!

Sonntag, 14. April 2013

Der große Preis von China

Da schlagen Männerherzen höher! Die Formel 1 fast direkt vor der Haustüre! Und das mit erschwinglichen Ticketpreisen. Na, nichts wie hin! 

Die Sonne lacht über der Rennstrecke in Anting und gut beraten ist, wer Sonnencreme und Sonnenhut dabei hat... Doch auch ohne solch Profiausstattung lässt sich das Spektakel live verfolgen. Die Geräuschkulisse ist unbeschreiblich - auch wenn Details zum Renngeschehen am Fernsehen zuhause leichter zu verfolgen sind als auf den kleinen Bildschirmen an der Rennstrecke... Allerdings kann man sich zuhause keinen Sport daraus machen, den Bierpreis der über den Zaun gekletterten Händler auf ein Minimum herunter zu handeln.

unser Sitzplatz, erste Kurve nach der Start- / Zielgerade 


Haupttribüne (kurz vor dem Start)

Der Start




Sebastian Vettel, am Ende nur vierter Platz
Fernando Alonso, Sieger des diesjährigen Rennen

Montag, 1. April 2013

Zhouzhuang - Wasserstadt No. 1

Kennzeichnend für die Gegend hier sind die Wasserdörfer und -Städtchen. Entlang kleiner Kanäle reihen sich die "alten" chinesischen Häuser. Zhouzhuang ist eine dieser Wasserstädte und gilt, laut Reiseführer, als die Wasserstadt No.1.  Dementsprechend touristisch ist sie auch angelegt. In allen Häuschen befinden sich kleinere und größere Geschäfte, die darauf aus sind, die unterschiedlichsten Souvenirs an den Mann oder die Frau zu bringen.

Trotzdem ist es einen Besuch wert. In manchen Häusern wird traditionelles Handwerk gezeigt und deren Produkte verkauft; man kann die Tempelanlage besichtigen und ein paar alte Wohnhäuser. Im Anschluss kann man sich mit der hiesigen Spezialität stärken: Schweinehaxen.

Eingang zur historischen Stadt

Gondoliere - manchmal singen sie auch

alte Tür mit Laterne



Schuh-Näherei

Schnapsbrennerei





Küche in einem Wohnhaus


Wansan Ti - Schweinehaxen... mhmhm!!! LECKER!


Sonntag, 31. März 2013

Hangzhou - Schlemmen am Ostersonntag

Longjing Manor heißt das noble Restaurant von Dai Jianjun, das in vielen Kritiken als das beste Restaurant Hangzhous oder sogar Chinas bezeichnet wird. Der Chef des Landsitzes hat es sich zur Aufgabe gemacht, traditionelle und saisonale Gerichte auf den Tisch zu bringen und dabei nur natürlich angebaute Produkte zu verwenden.

Nach dem ganzen Trubel, den vielen Menschen und dem Verkehrschaos um den Westsee herum, war Longjing Manor der ideale Ort, um sich am Ostersonntag zu erholen. In einem wunderschön angelegtem, ruhigen Garten befinden sich die einzelnen Pavillions in denen die Gäste bewirtet werden. Vor dem Essen kann man entspannt eine Tasse neuen Longjing Tee auf der Terrasse trinken und ein paar Sonnenstrahlen und das Vogelgezwitscher genießen.







"Puffreis-Gebäck" als Begleitung zum Tee

frittierte und gesalzene Bohnenkerne

Longjing Cha - Drachenbrunnentee

Traditionelles Essen für Kinder: Brei aus Lotuswurzelmehl mit Blütenzucker


Bei der Arbeit...

vier verschieden kalte Speisen


Samstag, 30. März 2013

Hangzhou - Karsamstag am Xihu

Wunder gibt es immer wieder... Auch in China?!? Jedenfalls genehmigte sich dieser Herr am Karsamstag einen Spaziergang über´s Wasser. Aber bei dieser Kulisse kann man ihm das auch nicht wirklich übelnehmen. Die Parks rund um das Ufer des Xihu (oder Westsee) sind wirklich einen Fußmarsch wert. Vor allem wenn es dazu noch überall blüht. Fasziniert waren wir von den zweifarbigen Bäumen, die sowohl weiße als auch knallpinke Blüten im Angebot hatten. Und das sogar an EINEM Zweig!


Teehaus am Ufer des Xihu

Parkanlage

Brückenromantik

Das Haus am See! - Steht sogar am Ende einer Straße...

Baochu Pagode

Leifeng Pagode

Hangzhou - Lingyin Tempel

Ein altes chinesisches Sprichwort lautet:

"Im Himmel gibt es das Paradies, auf der Erde Suzhou und Hangzhou"

Und nachdem wir ja in Suzhou wohnen, mussten wir nur noch die Reise in die "andere Hälfte" des irdischen Paradieses unternehmen. Und mit dem Schnellzug erreicht man auch noch schnell und ziemlich bequem das Ziel.
Nachdem wir unser Gepäck im Hotel am See abgestellt hatten, machten wir uns auf zu unserem ersten Ziel: Dem Lingyin Tempel (Tempel der Seelenzuflucht). Dabei stellte sich gleich heraus, dass ein Wochenende an dem auch noch schönes Wetter ist, nicht nur "laowai" nach Hangzhou lockt... Ausgelassene Touristen mit Plastikblumenkränzen radeln, laufen, posen... um den Westsee herum und der Verkehr kommt fast vollständig in einer langen, den See umwindenden Blechlawine zum Erliegen.

Der Lingyin Tempel stammt - laut Reiseführer - aus dem Jahr 326 und ist eines der wichtigsten Klöster in China. Auf dem Weg zur Tempelanlage kann man die verschiedensten, in Stein gehauenen Buddha-Skulpturen bewundern. Im Tempel selbst herrscht reges Treiben, Räucherstäbchen werden verbrannt, es wird gebetet und den unterschiedlichsten Figuren und Reliefen Geld geopfert.