Samstag, 13. Oktober 2012

Nanmen Markt - Alles, was das Herz begehrt...

Samstagvormittag. Zeit, um Besorgungen zu erledigen und die Vorräte aufzufüllen. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch auf dem Nanmen Markt. Hier gibt es - außer Nahrungsmittel - alles was das Herz begehrt. Bettwäsche oder eine neue Jacke wird benötigt?  - Ein Besuch auf dem Stoffmarkt sollte dem Mangel Abhilfe schaffen. Nähfreudige können sich mit dem nötigen Material eindecken. Wer weniger Zeit und Talent zur Verfügung hat, kann sich das auch anfertigen lassen... Im Untergeschoss gibt es eine bunte Mischung aus Baumarktartikeln - Sägen, Schlösser, Pinsel, Ketten... , Küchenutensilien für Groß- und Kleinküchen, Schuhen und anderen Waren. Und in den Marktständen, die die Markthalle umgeben kann man fast alles kaufen: Nähgarn, Knöpfe, meterweise "Strumpfband", Plastikblumen und  echte Pflanzen, Gürtel, Taschen, Kinderschuhe und Schnellscheißerhosen, Besen, Bodenbelag, Hocker, Fische, eine kleine schwarze Katze, Bürobedarf, Fischreusen, Arbeitsbekleidung, Hinweisschilder und Trinkgefäße, Wagenräder, Styroporschälchen und Pappbecher, Einwegstäbchen und Geschirr... Es reiht sich Laden an Laden und alle sind vollgestopft mit Waren. Staunend beäugen wir alles - als hätten wir noch nie ein Geschäft gesehen! Und werden staunend beäugt. Mit "lao wai" (Ausländer) wird unser Vorbeigehen kommentiert. 
Lieferanten düsen mit ihren E-Bikes und hochaufgetürmten Schachteln durch die engen Gänge und eine Obstverkäuferin zieht von Stand zu Stand und verkauft ihre Früchte an die Händler.


Farbenfrohe Auswahl an Kinderschuhen

Mustermix auf dem Stoffmarkt

Mittagspause am Stand - Beste Werbung für die eigenen Waren

Laden an Laden: Seile neben Eimern neben Schuhen neben...

Für Köche

Reißverschlüsse, Knöpfe, Nieten, Garn und Schnur

Hier findet garantiert jeder Besen einen passenden Partner...

Grundausrüstung für Parkwächter - und solche, die es werden wollen...

Spezialwerkstatt

Mittagspause! Zeit für einen gepflegten Imbiss

Freitag, 5. Oktober 2012

Shanghai - French Concession

Unser letzter Tag. Auf geht´s in das Stadtviertel "French Concession", das von Einwanderern aus Europa gebaut wurde. Plötzlich ist man in einer anderen Welt: Häuser, die in Frankreich stehen könnten, Alleen...  Wir schlendern durch das Stadtviertel. Bewundern die Häuschen, die kleinen Cafés, Boutiquen, Restaurants. Fast haben wir vergessen, dass wir in China unterwegs sind. Wir müssen auf ALLE FÄLLE wieder hierherkommen und die vielen Cafés testen...










Donnerstag, 4. Oktober 2012

Shanghai - Yuyuan und Shanghai Old Street

Am dritten Tag geht´s mit der U-Bahn zum Sightseeing. Zum Yu Garten und der Shanghai Old Street. Um zum Eingang des alten Gartens zu kommen, muss man sich durch ein Labyrinth aus alten Kaufhäusern und Einkaufsstraßen treiben lassen. Es gibt wahrscheinlich nichts, was es nicht gibt: Perlenmärkte, Schmuckmärkte, Souvenirmärkte, Schneider, Modeboutiquen, billige Spielsachen, wunderschöne Klobrillen-Polster (die wir LEIDER!!! nicht fotografiert haben) und Essen, Essen, Essen... Fleisch am Stock, Liebesäpfelchen am Stock, Jiaozi, Baozi, Nudeln, Fladen...
Vor dem Garten dann das berühmte Teehaus mit der Zick-Zack-Brücke und Menschen so weit das Auge reicht.

Die alten Kaufhäuser um den Yu Garten

Zick-Zack-Brücke vom Eingang des Yu Gartens aus

Einfach schön

Wagenschieben im Yu Garten

Der Drache auf dem Dach

Idyllisches Gartenhäuschen

"Der Sturm nach der Ruhe" - Am Ausgang des Gartens

Das Teehaus an der Zick-Zack-Brücke

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Shanghai - der Bund bei Nacht

Schon tagsüber sind die Wolkenkratzer Shanghais beeindruckend und futuristisch. Doch wenn es dunkel wird, dann wirkt die Stadt surreal: Alles ist beleuchtet und man hat das Gefühl, man ist Teil eines Films der in der Zukunft spielt. So wird die Taxifahrt auf den Hochstraßen zum mehrdimensionalen, bunten Erlebnis.
Absolutes Highlight: Das Bestaunen der bunten Lichter und der Werbeprojektionen auf Hochhauswänden. Auch abends und bei Dunkelheit ist die Promenade am Bund reich bevölkert. Bunt beleuchtete und blinkende Ausflugsboote ziehen in der Flussbeuge ihre Kreise.











Die Häuser der Zhongshan Lu oder des Bunds. Sie blicken auf die bunt beleuchteten Verwandten auf der anderen Seite des Flusses. 








Dienstag, 2. Oktober 2012

Shanghai - Ankommen, Loslaufen...

Dienstagmorgen. Angekommen in Shanghai. Wir checken ins Hotel ein und dann geht´s los: Der Kinderwagen wird mit Foto und Proviant befüllt - und mit dem Kind, natürlich! - dann laufen wir los. Unser Ziel: Der Bund - Shanghais bekannte Promenade mit Aussicht auf futuristische Wolkenkratzer. Nach 500m beginnen wir zu ahnen, wieso unser Kinderwagenmodell "Urban Jungle" heisst... Erste Kreuzung: Überqueren nur auf einem erhöhten "Brückenring" möglich. Und wie kommen wir da hoch? Treppen... Und wie runter? Treppen... Langsam verstehe ich, warum die Chinesen ihre Kinder immer herumtragen.
Dann geht´s weiter. Zwischen den ganzen Hochhäusern und Bettenburgen plötzlich ein Wohnviertel, mit kleinen Häuschen, Wäsche auf der Straße, Schuttbergen. Der Kontrast ist faszinierend.

Kontraste in Shanghai: Kleines Wohnviertel mitten in den Hochhäusern


Wir laufen weiter und nähern uns dem People´s Square und der Nanjing Road. Einer beliebten Einkaufsstraße. Je näher wir kommen, desto mehr Leute sind auf der Straße, desto mehr wimmelt und wuselt es... Und dann erreichen wir den People´s Square und sind überwältigt von der Menge an Menschen, die sich die Nanjing Road herunterwälzt. Oh, oh! Da wollen wir ja auch lang...


Nanjing Road vom People´s Square aus: Menschen, Menschen, Menschen...


Noch können wir lachen...


Wir versuchen im Strom mitzuschwimmen - was uns eigentlich ganz gut gelingt und können nur staunen. Es gibt ja wirklich VIELE Chinesen! ;) Sind die alle hier? Egal ob rot oder grün - man bewegt sich weiter. Egal ob die Straße breit oder schmal ist - man bewegt sich weiter. Gegen diese Massen haben selbst die Busse und Taxen keine Chance. Es wird gehupt was das Zeug hält, aber es stört niemand. 
Dann kommen wir am Ende der Nanjing Road und damit am Bund an. Die Uferpromenade ist erhöht - und es wimmelt von Menschen. Um einen Platz ganz vorne zu bekommen, muss man sich regelrecht durchkämpfen. Frechheit siegt.

Die Bundpromenade


Ausblick auf Pearltower ... etc. vom Bund aus


Pearltower



Nach dem ganzen Gedrängel und Gequetsche beschließen wir erschöpft, zum Hotel zurück zu laufen und kurz die Füße hochzulegen, bevor wir Abendessen gehen. Natürlich nehmen wir einen anderen Weg zurück... Je weiter wir vom Bund wegkommen, desto ruhiger wird es. Schließlich entdecken wir eine Brücke mit super Aussicht auf den Bund - aber fast ohne Menschen. Aber: Natürlich auch nicht ganz vorne in der "ersten Reihe"...


Ausblick von der kleinen Brücke

Sonntag, 30. September 2012

Mondfest

Am 15. Tag des 8. Mondmonats findet in China das Mondfest oder auch Mittherbstfest - 中秋节 - statt.  Unseren Informationen nach, ist an diesem Abend der Vollmond besonders schön rund und voll. Da der Vollmond auch die Ganzheit der Familie symbolisiert, feiert man dieses Fest im Kreise seiner Lieben. Abends wird dann gemeinsam der Mond bewundert und man ist Mondkuchen. - Diese Kuchen schenkt  man auch an Bekannte, Verwandte, Freunde, Klienten, Mitarbeiter etc. weiter. Kurz vor dem Mondfest sieht man hier in China sehr viele Chinesen auf der Straße, die Geschenktüten mit Mondkuchen herumtragen.
Obwohl wir nur so kurz da sind, haben auch wir welche bekommen... So ein Mondkuchen ist für uns Europäer mit "wilden" Sachen gefüllt: Lotussamenpaste, süße rote Bohnenpaste ... und je nach Variante befindet sich noch ein Eidotter eines gesalzenen Eis im Kuchen.
In der Stadt werden Geschäfte, Restaurants, Einfahrten ... außerdem mit roten Lampions geschmückt. Da uns die so gut gefallen haben, mussten wir uns einen für Zuhause kaufen.

Unser "Vollmond"-Lampion und unsere Mondkuchenausbeute...
Dann haben wir abends den wunderbaren Vollmond bewundert - der wirklich sehr schön war - und haben dann mal unsere Kuchenpakete geöffnet.

Mondkuchen der Bäckerei "Changfa"

Kleine Päckchen im großen Päckchen...
Hat man sich dann mal durch alle Verpackungen durchgearbeitet, erwarten einen diese runden Küchlein...

zweierlei Mondkuchen - was da jetzt wohl drin ist?

Aha! Das war - wahrscheinlich einer mit Lotussamenpaste... aber wir wissen es nicht genau.
(Der war nicht aus dem roten Paket)

links: Variante mit gesalzenem Eidotter - rechts: wahrscheinlich rote Bohnenfüllung

ein Mondkuchen-Geschenkpaket: Wir sind uns nicht sicher, was das alles ist... In einer Packung vermuten wir getrockneten Fisch... Bis jetzt waren wir noch nicht mutig genug, alles zu probieren.

Sehenswürdigkeiten in Suzhou - Bilder eines Streifzugs

Am letzten Sonntag haben wir - mal wieder - einen kleinen Streifzug durch Suzhou unternommen. Mit der U-Bahn ging´s erstmal zur Lindun Lu und von dort aus weiter zu Fuß. Vorbei an vielen Rollern (das liebste Fortbewegungsmittel der Chinesen), Geschäften und Staßenimbissen bis hin zur Guan Qian Jie - einer Einkaufsstraße, wo man Bummeln und Flanieren kann. Auf dieser Straße befindet sich außerdem ein Tempel. Wir haben uns natürlich in das bunte Treiben im Tempelhof gemischt und uns die verschiedenen Schreine und Verkaufsstände angesehen.
Weiter ging´s durch die Straßen Suzhous bis wir in der Straße der Eisenwarenhändler gelandet sind. Hier reiht sich Laden an Laden - voll mit Rohren, Schrauben, Kugellagern, Blechen, Drähten, Ketten...
Irgendwann hat uns unser Umherstreifen zur nördlichen Tempelpagode (North Temple Pagoda) geführt. Hier haben wir den dicken Buddha im Eingangsbereich bewundert, sind die vielen Treppen der immer kleiner werdenden Stockwerke hochgestiegen und haben oben die luftige Aussicht auf Suzhou genossen. Unten wieder angekommen, haben wir uns die verschiedenen Höfe und den Garten angesehen und sind dann wieder nach Hause marschiert. Immerhin wollten wir ja dann noch unsere ganzen Mondkuchen testen... 


Rollerparkparade

Tempel in der Guan Quan Jie

Der Blick in einen der Schreine


Die Straße der Eisenwarenhändler

Ein "Baumarkt"

Die "nördliche Tempelpagode"

Buddha beim Meditieren

Blick von der Pagode (im Hintergrund die hohen Gebäude des Suzhou Industrial Park)

Innenhof Tempel

Pavillon im Garten der Pagode